Märchenhafte Winter Hideaways

Du liebst glitzernde Schneewelten, Fichten die sich unter weisser Masse andächtig verbeugen, dampfende Hot Pots, wohlriechende Saunas und Hotels, die mit viel Holz, unprätentiösem Komfort und familiärer Atmosphäre punkten? Dann haben wir da was für dich. 

Von Angelika Imhof

***Dieser Beitrag ist nicht gesponsert.***

Kemmeriboden-Bad

Urchig, aber trotzdem mit allen Modernitäten ausgestattet, die man sich wünschen kann, und dazu eine sehr herzliche, warme Gastfreundschaft: Wir sind nicht überrascht, dass der Landgasthof Kemmeriboden-Bad von der NZZ am Sonntag 2018 zum besten 3-Sterne-Hotel der Schweiz gewählt wurde.

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Credits: Hotel Kemmeriboden-Bad

Location

Der Familienbetrieb befindet sich im abgelegenen Emmental zwischen Luzern und Bern in der Gemeinde Schangnau. Die Anreise erfolgt entweder mit dem Auto (für Elektro-Autos stehen sogar Ladestationen zur Verfügung) oder ab Eschholzmatt bequem mit dem Postauto. Die Haltestelle befindet sich quasi direkt vor der Hoteltür.

Adresse: Kemmeriboden 181, 6197 Schangnau

Vibe

Wir waren letzten Winter hier zu Gast und haben uns sofort wohlgefühlt. Man spürt, dass die Hotellerie hier mit viel Liebe und Leidenschaft betrieben wird – und das bereits in der sechsten Generation.

Activities

Das Hotel ist ein guter Ausgangspunkt für Schneeschuhwanderungen, Langlauftouren und ausgedehnte Winterwanderungen. Ebenso zu empfehlen ist ein Ausflug in eines der nahegelegenen lokalen Skigebiete, wie etwa die Marbachegg (sagenhaftes Panorama garantiert) oder Sörenberg. 

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Blick auf die schneebedeckte Schrattenfluh

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Wellness

Nach dem Spass im kühlen Schnee kann man sich am Abend im Hot Pot und in der finnischen Sauna aufwärmen. Den Hot Pot muss man vorgängig reservieren und darf sich dann eine halbe Stunde exklusiv im warmen Wasser suhlen. Wir dachten erst, das sei etwas wenig Zeit, aber es hat sich als genau richtig herausgestellt. Ein weiterer Pluspunkt: Das Bad kostet nichts extra.

Food

Wir haben uns das Menü aus drei Gängen gegönnt, was auf jeden Fall unglaublich lecker, aber auch unglaublich sättigend war. Die Küche ist doch eher gehoben – was sich natürlich auch im Preis zeigt, der aber fair ist.

Budget 

Für die Übernachtung mit Frühstück und ausgiebigem Abendessen haben wir für zwei Personen rund 500 Franken bezahlt. Tatsächlich ist uns das Hotel vom Komfort und der Gastronomie eher wie ein 4-Sterne-Hotel vorgekommen, als wie ein 3-Sterne-Hotel.

Highlights

  • Zum Hotel gehört eine beeindruckende Iglulandschaft. In dem Eispalast kann man gar übernachten oder ein Fondue geniessen. Wir haben uns das majästetische Eisgebilde zwar gerne angeschaut, waren dann aber doch ganz glücklich, im warmen, heimeligen Hotel unterzukommen.
  • Neben dem Iglu befindet sich ein Foodtruck, der als Openair-Bar dient und einen mit herrlichen selbstgemachten Bräzeli und Glühwein versorgt.
  • Um etwas kommt man nicht herum: Merängge! Bereits seit rund 80 Jahren wird diese Süssspeise hier zelebriert und gilt als Spezialität des Hauses. Als Alternative zum klassischen Merängge auch sehr lecker: Der Merängge-Likör.
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Credits: Hotel Kemmeriboden-Bad
Romantik_Iglu_Zimmer_Homberger
Credits: Hotel Kemmeriboden-Bad

Griesalp Hotels

Hier stimmt einfach alles: Die Landschaft, in der sich die Griesalp Hotels befinden, ist unbeschreiblich schön, das Personal sowie die Gäste waren alle sehr sympa und das vielseitige Aktivitätenangebot ist perfekt für ein kurzweiliges, sportliches und trotzdem entspanntes Wochenende.

Location

Die Griesalp befindet sich am Ende des wildromantischen Kiental und am Fusse der viel besungenen Blüemlisalp. Das ist zwar nicht gerade um die Ecke, aber der Weg lohnt sich allemal. Im Sommer kommt man hier problemlos mit dem öffentlichen Verkehr hin – und in den Genuss der steilsten Postautostrecke der Schweiz. Im Winter ist es ein bisschen komplizierter, aber gut machbar: Wir fuhren erst mit dem Zug von Bern bis nach Reichenbach und wurden dort von einem Taxi abgeholt, das uns bis nach Tschingel brachte. Herr Gerber, der Taxifahrer, erwartete uns bereits mit einem strahlenden Lächeln und erzählte uns unterwegs allerlei Interessantes über die Gegend, die Tourismusentwicklung und atemberaubende Wanderungen, die noch nicht jeder kennt. In Tschingel wurden wir dann vom hoteleigenen Snowmobil abgeholt – auch ein Erlebnis!

Adresse: Griesalp, 3723 Kiental

Hinweis: Wer einen Rucksack dabei hat und nicht etwa einen Koffer, kann die Strecke von Tschingel bis zum Hotel auch problemlos laufen (ca. 20 Minuten).

Vibe

Die Atmosphäre war sehr herzlich. Beim Personal hat man gemerkt, dass sie ihre Arbeit lieben und ihre Gäste schätzen. Auch unter den Gästen ist man in der familiären Umgebung schnell miteinander ins Gespräch gekommen, ohne dass es zu einer Verpflichtung wurde.

Activities

Direkt vor der Hoteltür beginnen die ausgeschilderten Schneeschuhtouren, die einen in wunderschöne, menschenleere Winterlandschaften führen. Schneeschuhe können für 10 Franken bei der Rezeption gemietet werden.

Hinweis: Die Sonne erreicht das Kiental im Winter nur relativ kurz. Von daher lohnt es sich, die Schneeschuhtour nicht zu spät zu beginnen.

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Auch sehr empfehlenswert ist die kurvenreiche Schlittenabfahrt – den Schlitten darf man gratis ausleihen. Auch die Winterwanderung zurück ist bezaubernd. Entlang dem Gornerenbach wandert man aufwärts, vorbei an Schluchten, tiefen Gletschermühlen und faszinierenden Eiszapfen zum Anfassen.

Hinweis: Wir durften den Schlitten nach der Abfahrt ganz bequem unten stehen lassen. Er wurde dann mit der nächsten Fahrt des Schneemobiles wieder nach oben transportiert.

Des Weiteren ist die Griesalp guter Ausgangspunkt für Skitouren oder für Eiskletterer.

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Wellness

Der Wellnessbereich besteht aus zwei Hot Pots, einem Dampfbad und einer finnischen Sauna. Ein einstündiges Bad im Hot Pot kostet XX Franken pro Person und kommt mit einem Ausblick in die Berge und in den Sternenhimmel. Nach der finnischen Sauna kann man sich in der Ruhearea bei einem Tee ausruhen – oder sich im Schnee wälzen. Im Dampfbad wird vor allem ausgiebig geschwitzt, allerdings dürfte das Licht da ruhig etwas schummriger sein.

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Food

In einer gemütlichen Gaststube wird eine bodenständige, preislich sehr faire und zugleich sehr leckere Küche angeboten. Ein komplettes 3-Gang-Menü gibts beispielsweise schon für 47 Franken. Wir haben uns fürs Fondue entschieden und waren damit sehr zufrieden.

Budget

Insgesamt hat das Wochenende für 2 Personen (inklusive Übernachtung, Abendessen, Frühstück, Schneeschuhlaufen, Schlitteln und Transfer zum Hotel) rund 400 Franken gekostet – und war jeden Rappen wert.

Highlights

  • In unserem Zimmer gab es einen Whirlpool, der allen Ansprüchen gerecht wurde: Kerzen bzw. dimmbares Licht, Bio-Badesalz, extra Ablageflächen für die Lektüre …
  • Wir übernachteten im «Grand Haus». Im Erdgeschoss gibt es eine imposante Loungearea mit Piano und Bibliothek, in der Bäuerlichkeit auf Moderne trifft.
  • Auf Wunsch wird einem auch in der Sauna ein Bier serviert.
  • Die Hotelfamilie besitzt zwei liebenswerte Hunde, die das Schneemobil bis ins Tal eskortieren.

Hinweis: Die Griesalp Hotels beziehungsweise die ganze Gegend sind nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer sehr zu empfehlen.

 

1 Kommentar

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