Mallorca: Mehr als Ballermann

Wer „Mallorca“ hört, denkt üblicherweise erstmal an eine saufende, ziemlich primitive Meute, die lautstark bei jedem Schlager mitsingt. Ballermann halt. Dabei tut man der balearischen Insel völlig unrecht, wenn man sie nur auf diese qualitätslose Partyszene reduziert. Fernab davon ist Mallorca ein unbeschreiblich schönes Naturparadies. Einige persönliche Erfahrungen und Tipps.

Von Angelika Imhof

Eigentlich kann man dem Ballermann ja danken: Wegen ihm meiden die meisten Nicht-Ballermänner diese Insel schon mal aus Prinzip. Dadurch wird die Insel fast so etwas wie ein Geheimtipp, deren wunderbare Berglandschaften, zahlreichen einsamen Meeresbuchten mit türkisblauem Wasser und weissen Sandstrände noch nicht übermässig von Touristen bevölkert sind. Der schlechte Ruf des Ballermanns wirkt wie ein unsichtbares Schutzschild für den Rest der Insel. Die Ironie dabei ist: Die Partyhochburg befindet sich nur in einem ganz bestimmten, verhältnismässig winzigen Gebiet Mallorcas – und wenn mans nicht unbedingt darauf anlegt, dann bekommt man davon auch nichts mit.

Erfahrungs-Tipps

Reisemittel

Mit easyjet kommt man von Basel und Genf aus sehr günstig auf die Insel – im November gibts Flüge ab Genf für 8 CHF. Im Sommer bewegt man sich dann so um 70 CHF.

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Reisezeit

Wir waren im April (Osterferien) auf Mallorca. Diese Reisezeit kann ich absolut empfehlen – es ist genug warm, dass man in kurzen Hosen und T-shirt herumlaufen oder auch mal ein paar Stündli am Strand verbringen kann. Selbst ein Bad im Meer liegt drin, wenn man mit 17 Grad klarkommt. Am besten ist aber, dass man herrlich wandern bzw. sich aktiv bewegen kann, ohne dabei keuchend vor Hitze halb abzukratzen.

 

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Fortbewegung auf der Insel

Unbedingt ein Auto mieten – so ist man sehr flexibel und kommt unkompliziert an jeden beliebigen Startpunkt für Wanderungen. Tipp: NICHT Goldcar mieten – am Flughafen wurden uns noch unerwartet 390 Euro aufgeschlagen.

 

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Wanderapp mit Offline-Karten

Die App outdooractive runterladen und die Premium-Variante für 10 CHF kaufen. Die App ist unglaublich vielseitig und bietet genaue Beschreibungen von Duzenden tollen Wanderungen (aber auch Fahrradtouren, Klettertouren etc.). Die User-Kommentare geben einem ein ziemlich genaues Bild, was einen erwartet. Aber das Beste ist: Die Wanderkarten lassen sich offline speichern – so sieht man während der ganzen Wanderung dank GPS immer genau, ob man sich auf dem richtigen Weg befindet.

 

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Für Shoppinggelüste, Kultur und guten Kaffee: Palma

Der Hauptstadt Palma unbedingt einen Besuch abstatten. Wir erwarteten eine Stadt, wo sich ein Touri-Lädeli an das nächste reiht. Aber weit gefehlt: Palma bietet eine überraschend grosse Alternativszene und neben den herkömmlichen Riesen der Kleiderindustrie finden sich auch kleine-feine Vintageläden und individuelle Fair-Fashion-Stores. Dazu kommt die verspielt-romantische Jugendstil-Architektur, sodass man manche Male begeistert die Fassaden anstarrt. Tipp: Wer ein hübsches Café sucht, muss einfach von der Hauptshoppingmeile in die Nebengässchen abbiegen und schon wird man fündig.

 

Food

Natürlich Paella essen! Die kommt für gewöhnlich in einer riesigen gusseisernen Bratpfanne direkt an den Tisch und wird vom Service-Personal (zu 90 % männlich) fachmännisch direkt auf die Teller geschöpft. Das Zerlegen der Meeresfrüchte hat uns zwar ziemlich (über)fordert, aber das hat das Ganze nur umso unterhaltsamer gemacht.

 

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