Kennst du „Nau“ schon?

Rund zwei Monate ist es her, seit das junge Schweizer Onlinemedium „Nau“ zum ersten Mal publizierte. Was sich hinter diesem Medien-Youngster verbirgt, was uns gefällt und was wir schlecht finden, erfährst du hier und nau.

Von Angelika Imhof

Vor ungefähr einem Monat haben Olivia und ich am zweitägigen Medienforum für junge Journalisten „Journalismus jetzt“ teilgenommen. Dabei haben wir nicht nur viele interessante Menschen kennengelernt, sondern auch zwei neue Onlinemedien, die uns bis dahin noch kaum ein Begriff waren.

Eines davon stellen wir euch diese Woche vor, das andere dann nächsten Montag.

nau.ch

So kams:

Angefangen hat alles mit den Passenger TV’s in den öffentlichen Verkehrsmitteln: Seit zehn Jahren werden auf ihnen neben Werbung und Fahrgastinformationen auch News ausgestrahlt. Diese wurden bis vor kurzem immer bei Lokalzeitungen eingekauft. Bis sich die Livesystems Holding, welche die Passenger TV’s betreibt, dachte: Das können wir auch selbst und kurzerhand ein schweizweites Redaktionsteam bestehend aus 45 Multimediareportern auf die Beine gestellt hat.

Wer machts?

Neben bekannten Namen wie Micha Zbinden und Christof Vuille („Blick“-Gruppe), Nadine Brügger (SRF) und Tama Vakesaan (SRF Youtube) besteht die Redaktion auch zu einem grossen Teil aus Praktikant/innen. Ist auf jeden Fall ein sehr junges, durchmischtes Team.

Wo gibt’s „Nau“?

Einerseits natürlich auf den erwähnten Passenger TVs. Andererseits auch auf der eigenen Website und per App.

Wie finanziert es sich?

Ausschliesslich über Werbung. Die Gewinnschwelle soll in spätestens fünf Jahren erreicht sein, so Livesystems-Chef Yves Kilchenmann.

Was kann „Nau“?

„Nau“ möchte ‚ungefiltert’ und eben ‚now’ sein – dafür sind Reporter in Bern, Basel, St. Gallen, Frauenfeld und Luzern unterwegs und drehen Live-Videos.

Ansonsten gibt’s News aus den Bereichen Sport, People, Politik & Wirtschaft.

Die Stärke liegt aber tatsächlich im Porträtieren des Lokalen.

Unser Fazit:

Dass es ein neues News-Medium gibt, das unabhängig von den grossen Verlagshäusern funktioniert, finden wir prinzipiell positiv.

Was den Inhalt betrifft: Es sind halt News. Viel Tiefe darf man da nicht erwarten. Am meisten überzeugen tatsächlich die Videobeiträge: Sie sind nah an den Leuten und  wirken erfrischend natürlich und echt.

Die Website könnte besser organisiert sein – so ist es beispielsweise nicht möglich, nur Videobeiträge aus einer bestimmten Stadt aufzurufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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