Kopenhagen in 72 Stunden

Die kleine Meerjungfrau, Smørrebrød, der malerische Nyhavn, die Freistadt Christiania, Bierbrauereien, Fahrräder zu tausenden: Kopenhagen lockt mit vielen Eigenarten und Spezialitäten. Doch wir wollen natürlich nicht einfach wie andere Touristen sein, und haben deshalb versucht, Kopenhagen von einer etwas anderen Seite kennenzulernen. Hier haben wir unsere liebsten Restaurants, Cafés, Bars und weitere places-to-be-and-see aufgelistet.

Fazit: Kopenhagen ist wahnsinnig vielseitig, die besten Erinnerungen sammelt man bei Ungeplantem, und „hygge“ ist ein Lebensgefühl welches wir von jetzt an immer anstreben wollen.

Von Olivia

 

Manchmal bedrückt uns der Alltag. Besonders in den Wintermonaten kann sich ein Gefühl von Trägheit und Inspirationslosigkeit einstellen. Wir stehen am Morgen bei Dunkelheit auf, fahren zur Arbeit, und wenn wir den Arbeitsplatz verlassen ist es schon wieder dunkel. Da kann einem das Leben schon mal wie ein niemals enden wollendes Laufen im Hamsterrad vorkommen.

Das Heilmittel? Ein Städtetrip!

Wir haben uns für 72 Stunden in die wunderbare, warmherzige Stadt im Norden begeben und damit unsere Lebensgeister wieder zum Leben erweckt. Trotz der Kürze des Trips fühlen wir uns dank „hygge“, dem dänischen Brauch das Leben zu genießen, so erfüllt und entspannt wie nach einem zweiwöchigen Urlaub auf den Malediven. Was bedeutet Hygge? Hygge bedeutet für jeden etwas anderes: Freunde, Familie, Zufriedenheit, angenehme Gefühle, warmes Licht.

Wir finden: Das haben die Dänen toll hingekriegt.

 

1. Zalt, Restaurant

Von Frühstück, Mittagessen bis Abendessen und Cocktails: Zalt verwöhnt dich mit heimeliger Atmosphäre, Kerzenlicht, soul-food und humanen Preisen. Unser erster Stopp bleibt uns in fantastischer Erinnerung.

Kompagnistræde 2 kl.th., 1208 København K

 

2. Blød Hat, Weinbar und Restaurant

Grandiosen Rotwein, lokales Bier und eine heimelige Atmosphäre findest du im Blød Hat. Wir hatten Glück, denn am Abend unseres Besuches fand ein kleines Jazzkonzert statt. Ein passenderes Wort als das dänische „hyggelig“ existiert nicht, um den Abend zu beschreiben.

Rådhusstræde 7, 1466 København K

 

3. Okko, Cafe & Frühstück

Nach einer langen durchfeierten Nacht braucht man ein gutes Frühstück. Versteht sich von selbst. Nur wo? Wir haben uns im Cafe Okko in den Frühstückshimmel katapultiert. Die verschiedenen Gerichte werden in kleinen Schälchen liebevoll angerichtet serviert. Und wie fast überall in Kopenhagen war’s gesund, frisch und lecker. Nicht’s wie hin!

Læderstræde 28, 1201 København K

 

4. Laufen, laufen, laufen

Wie gern hätten wir uns auf ein Fahrrad geschwungen wie die Einwohner von Kopenhagen es tun. Leider war es Mitte November und eiskalt. Eis-kalt! Deswegen haben wir uns dagegen entschieden und die Stadt stattdessen zu Fuss entdeckt.

Das Positive: Unsere Finger und unsere Gesichter sind nicht abgefroren, wir haben versteckte Orte erkundet und unerwartete Begegnungen gemacht. Das weniger Positive: Unsere Füsse waren am Abend zu müde zum Tanzen und ich kann euch hier nicht vorschwärmen wie toll es ist die Stadt mit dem Fahrrad zu entdecken. Da ich den Tipp jedoch bereits von anderen Freunden bekommen habe, werde ich es euch trotzdem empfehlen: Erkundet die Stadt zu Fuss oder mit dem Velo. Gut für die Gesundheit, das Portemonnaie und viele Überraschungen beim Entdecken.

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5. Gløgg & Weihnachtsmarkt

Dieser Punkt ist jahreszeitenabhängig. Da Kopenhagen im November sehr sparsam mit Wärme umgeht, mussten wir andere Wege finden uns aufzuwärmen. Dies funktionierte einwandfrei am Weihnachtsmarkt auf dem Hojbro Plads (18.11-23.12.2016).

Weitere Weihnachtsmärkte findet man im Kopenhagener Vergnügungspark Tivoli und an der alten Hafenmeile Nyhavn. Herzerwärmend ist auch der Hans Christian Andersen Weihnachtsmarkt auf dem Kulturvet. Einen etwas anderen Weihnachtsmarkt findet man ausserdem in der Freistadt Christiania.

 

6. Glyptoteket, Museum

Mein absolutes Highlight! Wir wussten nicht worauf wir uns einliessen, als wir beschlossen, einen Abstecher in die Glyptoteket zu machen. Wir wollten nur kurz frühstücken und durch die Ausstellung schlendern. Stattdessen traten wir erst nach über 2 Stunden wieder nach draussen.

Die überwältigende Architektur (innen und aussen), das Frühstück im Museumscafé inmitten von Palmen und Springbrunnen, die Ausstellung hunderter antiker Skulpturen und Gemälde – all das vereint unter einer atemberaubenden Kuppel aus Glas.

Ich kann und will nicht mehr dazu sagen. Hingehen, unbedingt hingehen! Neben der permanenten Ausstellung kann man sich momentan in den Sonderausstellungen zu Théodore Rousseau und Gauguin inspirieren lassen.

Good to know: Montags ist das Museum geschlossen. Dienstags ist der Eintritt frei.

Dantes Plads 7, 1556 København

 

7. Shopping

In Kopenhagen findet sich wirklich für jeden etwas. Fashionistas dürften sich in der längsten Shoppingstrasse Europas, der strøget, im 7. Himmel wiederfinden.

Am Israel Plads und am Gammel Strand finden ausserdem jeden Samstag Flohmärkte statt.

Das etwas andere Shoppingerlebnis bekommt man beim thriftstore-shopping. Einzelstücke, lustige Momente beim anprobieren und günstige Preise sind dabei garantiert. Vor allem in der Gegend Sankt Hans Torv findet man unzählige Second-Hand-Läden und Antiquitätengeschäfte.

Bild rechts: Secondhand-store Wasteland, Studiestræde 19, 1455 København K

 

8. Galleri Krebsen, Gallerie

Manchmal gibt es nichts Besseres, als sich in Seitenstrassen zu verirren, die falsche Abzweigung zu nehmen, oder sich treiben zu lassen. Auf diesem Weg fanden wir uns nämlich in dieser niedlichen Kunstgalerie wieder. Das Haus ist alt und ehrwürdig. In die Räume möchte man gleich einziehen. Man wird ganz ruhig. Ganz entspannt. Ganz zufrieden. Hach! Was für ein Fundstück. Für die Hungrigen gibt’s ausserdem ein feines Restaurant nebenan.

Die Galerie liegt inmitten des ältesten Viertels Kopenhagens: Indre By. Sehr schön!

Studiestræde 17 A, 1455 København K

 

9. Café Paludan, Bücher & Kaffee

Du liebst Bücher und Kaffee? Dann bist du hier goldrichtig! Das Café Paludan hat sich nämlich gleich auf beides spezialisiert. Oben kann man gemütlich verweilen und die Energiereserven auffüllen. Ein Stockwerk tiefer finden sich tausende antike Bücher. Mindestens eine Stunde einrechnen! 😉

Fiolstræde 10, 1171 København K

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10. Café Nutid

Gutes tun während du an einem Glas Wein oder Bier nippst? Das kannst du im Cafe Nutid. Alle die dort arbeiten, tun dies unentgeltlich. Der gesamte Gewinn geht an Hilfsprojekte. Ausserdem finden immer wieder coole Events, Konzerte und Lesungen statt. Was will man mehr?

Sankt Peders Stræde 1, 1453 København

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11. Downtown Hostel Copenhagen

Geschlafen haben wir übrigens im Downtown Hostel Copenhagen.

Top weil: Günstige Preise, zentrale Lage, gratis Stadtführung, gratis w-lan, Frühstücksbuffet, Leute aus aller Welt, eine Bar und coole Events.

Nicht so top (oder gewöhnungsbedürftig) weil: Lärm von der Strasse, und, die Dusche befindet sich gleich über der Toilette und dem Waschbecken und macht somit alles nass (dies sei typisch für Kopenhagen, also macht euch darauf gefasst).

Vandkunsten 5, 1467 København K

 

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Photo by: copenhagendowntown.com

http://www.copenhagendowntown.com/

 

12. Christiania, Meerjungfrau und Nyhavn

Natürlich gibt es auch die typischen Touri-Orte. Zum Beispiel den Rundturm (Rundetårn) im Stadtzentrum, den man nicht über Treppen, sondern über einen 209 m langen, spiralförmigen Gang besteigt. Oder die berühmte Meerjungfrau Statue. Oder den malerischen Nyhavn.

Auch die Freistadt Christiania haben wir besucht. Diese ist bekannt für die Pusher Street (Drogendealerstrasse) in der Haschisch und Cannabis öffentlich verkauft werden. Da es vergangenen Sommer zu einer Schiesserei zwischen einem Drogenhändler und der Polizei kam, bei welcher dem Polizisten in den Kopf geschossen wurde, räumten die Bewohner jedoch die Drogenverkaufsstände der Pusher Street.

Kurz:

Auch diese Orte haben wir besucht. Auch sie waren sehenswert. Aber die eindrücklichsten Momente haben wir vor allem im Unerwarteten erlebt. Die schönsten Erinnerungen haben wir an den versteckteren Orten gesammelt.

So ist es doch meistens, oder nicht?

 

Fazit:

Reiss dich aus den Fesseln des manchmal eintönigen Alltags. Ein verlängertes Wochenende genügt. Ein kleines Budget genügt. Ein paar gute Freunde steigern das Glück des Kurztrips.

Und wenn du zurückkommst, bist du erholt, inspiriert und voller Energie!

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