Wie gründet man ein Startup? Die Gründerinnen von INA KESS verraten es dir

Die Startupszene boomt. Mehr und mehr Menschen sehnen sich danach, ihren 08/15 Job aufzugeben und sich selbstständig zu machen. Was fasziniert uns so an der Welt der Startups? Wie wird man selbst zum Entrepreneur? Wir haben bei den Gründerinnen der exklusiven Sportbekleidungsmarke INA KESS nachgefragt und hier 7 wertvolle Tipps für euch. 

Von Olivia Grubenmann

Die Marke INA KESS wurde 2015 von den Schwestern Katharina und Isabelle Staub gegründet. Ihr Ziel ist es, Sportbekleidung  zu entwickeln, welche Eleganz und Funktionalität vereint. Wir haben nachgefragt, was sie inspiriert hat, ihr eigenes Label zu lancieren und was beim Gründen eines Startups wirklich wichtig ist.

1. Wie kam die Idee, ein Unternehmen für elegante Sportbekleidung zu gründen?
Katharina: Sportbekleidung hatte traditionell vor allem funktional zu sein – die Ästhetik kam mitunter zu kurz. Meine ersten selbstgenähten, sehr schlichten, aber gut geschnittenen anthrazitfarbenen Jogginghosen kamen dann bei Freundinnen so gut an, dass ich mich entschied, den Schritt zu wagen und für alle Frauen, die gerne funktional, aber auch chic angezogen sind, INA KESS ins Leben zu rufen.
Isabelle: INA ist die Abkürzung von Katharinas Vornamen und steht für Eleganz und Femininität. KESS ist ein deutsches Synonym für ‚sportlich’ und drückt die Funktionalität und das Praktische aus.

„Die Kombination INA KESS steht für die Symbiose von Eleganz und Funktionalität.“

2. Was braucht man um mit einem Startup Erfolg zu haben?
Katharina:
Eine Vision und ein gutes Team, das an die Vision glaubt. Einen positiven Mindset und natürlich ein bisschen Glück.

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Lookbook INA KESS

3. Wer oder was hat euch beim Gründen geholfen?
Katharina: Zum Zeitpunkt als ich mich entschied INA KESS zu gründen, arbeitete Isabelle noch in Hong Kong im Finanzsektor. Ich wusste, dass auch die beste Idee nur mit dem richtigen Team verwirklicht werden wann.
Isabelle: Nach wenigen Monaten und einigen visionären Telefonaten habe ich mich entschieden, die Bankenwelt zu verlassen, zurück in die Schweiz zukehren und gemeinsam mit Katharina die Firma INA KESS zu dem zu machen, was sie heute ist.
Katharina: Eine Schwester, die einem in allen Situationen unterstützt und versteht, gleiche Werte hat und durchhält auch wenn die Brille nicht immer rosa ist, ist der grösste Support den ich mir vorstellen konnte. Daneben bin ich sehr dankbar für gute Freunde und Bekannte, die mit einer sehr positiven Lebenseinstellung uns immer in unseren Ideen bestärkten.

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Lookbook INA KESS

4. Was waren die grössten Herausforderungen bei der Unternehmensgründung?
Isabelle: In einer uns bisher unbekannten Branche die Komplexität eines Unternehmens das vertikal aufgestellt ist, übersichtlich zu erfassen, war eine grosse Challenge. Ständiges Lernen und die Neugierde um Sachverhalte und Abläufe zu verstehen, sind dabei zwingend.
Katharina: Eine Kollektion zu entwickeln, das Designen in technischen Programmen, die Suche von Kleiderproduzenten im In- und Ausland, Schnittmustererstellung, die Kulturunterschiede, der Aufbau eines Webshops, Import- und Exportfragen und natürlich Marketingthemen wie Shootings, Texten, Websitegestaltung etc. waren für uns alle Neuland.

Wir waren sehr jung und (glücklicherweise) naiv genug, um uns das alles sehr schön auszumalen.

Die Vision war allerdings immer da und so hatten wir auch in schwierigen Phasen daran geglaubt, dass es gut kommt.
5. Was hat euch auf die Selbstständigkeit vorbereitet?
Isabelle: Wir haben früh gelernt selbstständig zu priorisieren, durchzuhalten und etwas abzuschliessen. Das Studium hat uns geholfen, einen Sachverhalt aus der Vogelperspektive zu betrachten, und zu entscheiden, was am wichtigsten und dringlichsten ist und die Zeit entsprechend einzuteilen. Und natürlich ist auch das Quäntchen Buchhaltungswissen im Wirtschaftsstudium eine Hilfe ;).

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Lookbook INA KESS

6. Was inspiriert dich/euch?
Isabelle: Unsere Eltern, die auch selbstständig sind und uns die Freude am Arbeiten mitgegeben haben. Zuhause hatten wir nie über Work-Life Balance, 9 to 5, Montagmorgen, oder Wochenende gesprochen. Die Zufriedenheit, die jugendliche Energie und Freude unserer Eltern regt uns immer wieder an, alles zu geben.

7. Was sind eure Pläne für INA KESS?
Katharina: Vor genau einem Jahr haben wir unsere Website live geschalten und unsere ersten Kundinnen kennengelernt. Seither ist wahnsinnig viel passiert. INA KESS ist nun bereits in einigen Geschäften in der Schweiz anzutreffen, unter anderem bei Jelmoli und Ochsner Sport an der Bahnhofstrasse in Zürich, beim Skiservice Corvatsch in St. Moritz und bei Pesko Sport in der Lenzerheide.

Die positive Resonanz der Kundinnen macht uns sehr glücklich. Im nächsten Jahr gilt es, bestehende Prozesse nochmals zu überarbeiten, und das Fundament der Firma zu festigen. Des Weiteren werden wir noch technischere, aber stets ultra chice Kleider entwickeln. Wir glauben an eine Zukunft, in der funktionale Kleidung den Hauptteil der Garderobe der modernen, stilbewussten Frau ausmacht, und INA KESS als die Pionierin dieses Konzepts gilt.

Vielen Dank für das Gespräch Katharina und Isabelle. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg!

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Gründerinnen und Schwestern: Katharina und Isabelle Staub

Der Stil gefällt dir? Schau vorbei im Onlineshop: https://www.inakess.com/collections/all-products

 

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