Surf, Eat, Sleep on Rote Island

Du willst aus dem Alltag ausbrechen? Sehnst du dich nach Sonne, Wellen und Abgeschiedenheit? Wir haben einen Ort für dich. Unberührt, unbekannt und unglaublich entspannt.

Von Olivia Grubenmann

Roti ist die südlichste Insel von Indonesien. Die Nähe zu Australien merkt man auch an den Leuten vor Ort. Die setzt sich nämlich grob zusammen aus Einheimischen und pensionierten Australiern, die sich auf der Insel zur Ruhe setzen. Andere Touristen und Reisende gibt es (noch) sehr wenige. Es kann also gut sein, dass du der einzige Mensch sein wirst, an einem der paradiesischen Strände.

Sehr lustig sind die unzähligen frei herumlaufenden Tiere: Ziegenherden, die auf der Strasse liegen, Schweinefamilien, die sich am Strand austoben, Pferde, Hunde, Kühe und Hühner. Die Besitzer markieren ihre Tiere zwar, lassen sie danach aber frei ziehen. Vor allem wenn man mit dem Scooter unterwegs ist, muss man manchmal ganz schön aufpassen, dass man keines übersieht.

Unsere Gastgeberin auf der Insel hat es schön ausgedrückt: „Auf Roti leben die Menschen in Zäunen und die Tiere sind frei.“

Roti


Surf

Während man auf Bali, Java oder Sumatra die Wellen mit dutzenden anderen Surfern teilen muss (was vor allem für Anfänger ganz schön nervig sein kann), ist die abgeschiedene Insel Roti immer noch ein Geheimtipp. Von März bis November kann man sich hier mit dem Surfboard in die Wellen stürzen. Ein weiterer Pluspunkt im Vergleich zu Bali und Co.: Die anderen Surfer (vor allem Australier) sind echt locker und freundlich.

+ Wenig Leute + Klares Wasser + Freundliche und lockere Surfer

– Teilweise langes rauspaddeln zum break point

– Brennende Nachmittagssonne (Sonnenbrand fast unvermeidbar)

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  • T-Land

Erfahrenere Surfer finden bei T-Land Weltklasse Wellen, viel Abwechslung und vor allem wenig Leute. Der Surfspot befindet sich etwa 1km vom Strand. Bei Flut kann man rauspaddeln, bei Ebbe rausspazieren. Alternativ wird man für umgerechnet 5 Franken mit dem Boot hingefahren und wieder abgeholt.

Tide: All tides, but better at low tide

Level: Intermediate – Advanced

  • Squealers

Noch nie auf einem Surfboard gestanden? Dann ist Squealers der perfekte Ort für dich. Man muss zwar ein Weilchen ins Meer rauspaddeln, aber es lohnt sich. Der Name Squealers (Quitscher) kommt anscheinend von den vielen Freudeschreien, vor allem von jungen Frauen, die sich über ihre erste Welle freuen.

Tide: Better on low Tide

Level: Beginner – Intermediate


 

Eat

  • Bekky Boo’s

Nach einer Zeit in Asien kam der Punkt, an dem wir Reis nicht mehr sehen konnten, denn es gibt ihn wirklich zu fast jeder Mahlzeit. Sollte es bei dir auch so sein, findest du bei Bekky Boo’s Abwechslung. Hier gibt es ausgezeichnete Pizzen (auch eine vegetarische Variante), Pasta, Wraps und vieles mehr. Selamat makan!

+ Nicht schon wieder Reis 😉 + Frische Pizza + Aussensitzplätze

– Leider direkt an der Strasse (was allerdings auch spannend sein kann, weil überall Tiere rumlaufen)

  • Narrow

Im Narrow kannst du ausgiebig frühstücken, dich bei einem feinen Glacé erfrischen oder einen Cocktail geniessen. Dein Hunger ist grösser? Kein Problem! Es gibt sowohl indonesische, europäische Speisen und selbst für Vegetarier und Veganer ist gesorgt. Ein wirklich hübsches und gemütliches Lokal (Jl. Oenggaut, Nembrala-Boa, Nembrala).

+ Gesundes, frisches und vielfältiges Angebot + Gemütlich und schön eingerichtet + Sehr freundliche Angestellte

– Keine Meersicht


 

Sleep

  • Boa Vida Resort

Wenn du das Paradies suchst, findest du es im Boa Vida Resort. Selten habe ich mich so entspannt und fernab von der Welt gefühlt wie hier. Das Resort hat nur drei „Zimmer“, eines davon ein Baumhaus. Stell dir vor, du schläfst ein zum Rauschen des Meeres, du wachst auf, und das erst was du siehst ist der Ozean, und stell dir vor, vom Balkon aus kannst du unzählige Sterne sehen. Wenn dir diese Vorstellung gefällt, musst du unbedingt ins Boa Vida.

Carla, die Gastgeberin lässt keine Wünsche offen. Es gibt Schnorchelzeug, Kajaks, Bodyboards, drei gesunde und frische Mahlzeiten am Tag inklusive. Ausserdem kannst du gleich vor deinem Zimmer essen, mit Blick aufs Meer, denn die Mahlzeiten werden serviert. Aber all diesen wunderbaren Sachen kann ich mit Worten gar nicht gerecht werden, deswegen schaut euch einfach die Bilder an. Oder dieses Video. Achtung: Fernweh!

  • Alternativen:

Homestay, Nembrala Beach Resort, Seed Resort

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More Things To Do

  • An einer Strandbar chillen
  • Kajaktour durch die Mangroven (frag nach dem Ort Nirvana)
  • Schnorcheln und Tauchen
  • Scooter mieten (ca. 7 Franken pro Tag)
  • Sternengucken. Überwältigend!

 

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Empfehlungen für die Reise

  • Regenzeit: Dezember-März
  • Beste Reisezeit: Ganzjährig, aber kurz nach der Regenzeit ist die Insel besonders grün.
  • Hinkommen: Mit Lion Air oder Wings Air via Kupang nach Roti. Buchen kannst du über die Webseite Ticket.indonesia. Alternativ gibt es ab Kupang auch zweimal täglich eine Fähre nach Roti.
  • Bezahlen: Indonesische Rupiah (IDR). USD werden teilweise auch akzeptiert. Es gibt ATMs. Kartenzahlung ist nur an wenigen Orten möglich.
  • Nicht vergessen: Sonnencreme (die Sonne brennt wirklich knallhart und Sonnencreme ist hier echt teuer), Mückenspray, offline Map (Internet ist langsam und nicht sehr verlässlich).
  • Was ich gern früher gewusst hätte: Die Flüge fallen aufgrund des Wetters oft aus. Plant also genügend Zeit für die Reise ein, seid flexibel, oder schliesst eine Reiseversicherung ab.

 

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